Rezension "Flamingos im Schnee" Wendy Wunder | Besser als "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"?

»Die Hoffnung, meine Liebe, ist ein Glück für sich« S.191
Autor: Wendy Wunder
Erscheinungsjahr: 2013
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-641-09290-0
Seiten: 349
Preis: 7,99
Campbell Cooper würde gern ein normales Leben führen, aber die Diagnose Krebs hat ihr den Alltag genommen. statt sich wie jeder andere Teenager in ihrem Alter zu vergnügen, verbringt sie Tage und Wochen im Krankenhaus. Ihre Chancen stehen schlecht, das weiß sie, und an Wunder hat sie noch nie geglaubt. Ihre Mutter ist da anders. Als diese von einer Stadt in Maine hört, in der auch die unmöglichsten Dinge wahr werden, packt sie Campbell und den halben Hausstand zusammen und macht sich auf den Weg dorthin. Und tatsächlich gibt es in Promise Merkwürdiges zu sehen: Schnee im Sommer, Regenbogen ohne Regen und eine Schar Flamingos. Doch Campbell lässt sich so schnell nicht überzeugen. Erst als sie Asher kennenlernt und langsam beginnt, ihr Leben wieder zu genießen, scheint fast alles möglich …
Heute finde ich es irgendwie schwierig einen Anfang zu finden, weil dieses Buch einfach so gut war! Deshalb begnüge ich mich heute damit zu sagen, dass das Buch so unfassbar mega war, dass ich mich weigere so "Wischiwaschi-Mist" von mir zu geben a la "OMG das Buch war so gut! Kauft es euch!" 
Nein kleiner Spaß! Ohne Mist kauft es euch. Es ist wirklich gut. Ehrlich. 
Und jetzt sage ich euch auch, warum. Es ist nicht nur, dass der Titel einfach schon total rein knallt und total originell ist, das Buch im Allgemeinen ist es auch. Wir haben die Hauptprotagonistin Campbell, die einfach einen irre witzigen Humor hat und ihre total verrückte Mutter, die so ziemlich an allen haarsträubenden Wunderkram glaubt den es so gibt und diesen auch gern ausprobiert. Und Campbells kleine Schwester damit angesteckt hat. Kurz gesagt eine absolut verrückte Familie.

Wenn ich "Flamingos im Schnee" und "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" miteinander vergleichen würde, würde ich sagen, dass mir persönlich "Flamingos im Schnee" genauso gut wenn nicht sogar besser gefallen hat, als das Buch von John Green (Meine Rezension dazu findet ihr übrigens hier). Ich weiß ich weiß schockierend, aber bei "Flamingos im Schnee" hat man nicht nur eine total coole Protagonistin sondern auch eine total starke Familie die voll hinter ihr steht. Außerdem konnte mich das Buch gefühlstechnisch einfach noch mehr abholen, als John Grenn´s "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Und natürlich haben wir auch eine Lovestory! Nichts geht über eine gute Lovestory liebe Leute. Leider ist die in diesem Buch auch so ein bisschen mein Kritikpunkt.
Irgendwie hat mir da nämlich was gefehlt. Das Knistern zwischen Campbell und Asher war einfach irgendwie nicht da. Es war eher so nach dem Motto: So und jetzt bin ich in ihn verliebt und jetzt sind wir zusammen.
Einfach blöd. Da hätte ich mir dann doch etwas mehr gewünscht. Das ist aber auch so ziemlich mein einziger Kritikpunkt und den kann man eigentlich verzeihen, weil ich mir vorstellen kann, dass die Autorin den Fokus nicht direkt nur auf die Liebesgeschichte setzen wollte.

So und jetzt fasse ich den Inhalt noch mal kurz und knapp zusammen.
Campbell weiß dass sie bald sterben wird und möchte die Zeit, die ihr noch bleibt entspannt verstreichen lassen. Filme gucken eingekuschelt im Bett und ein bisschen Zeit mit ihrer, ebenfalls an Krebs erkrankten besten Freundin verbringen. Ihre Familie sieht dass jedoch anders. Sie überreden Campbell mit ihnen nach Maine zu fahren. Eine Stadt die für ihre Wunder bekannt ist. Aber natürlich glaubt Campbell überhaupt nicht an Wunder oder daran, dass diese Stadt dafür sorgen wird, dass es ihr besser gehen wird. Doch dann trifft sie auf Asher und da ist auch noch die Flamingoliste mit all jenen Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erledigen muss.
Meiner Meinung nach ein Buch, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, aber wirklich richtig richtig gut war.





Rezension "Ein Kuss aus Sternenstaub" Jessica Khoury | Eine Geschichte wie aus tausend und einer Nacht?

»Du kannst dir nicht aussuchen, was dir passiert, aber du kannst dir aussuchen, zu wem du deshalb werden willst« . S.404
Autor: Jessica Khoury
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40353-2
Seiten:448
Preis:9,99€

  »Er ist die Sonne und ich bin der Mond.«

SIE ist die mächtigste aller Dschinnys. ER ist ein gewitzter Dieb. Gemeinsam sind sie unschlagbar. Doch zunächst sind sie ein Dreamteam wider Willen, denn ER möchte alles aus seinen drei Wünschen rausholen, SIE schnellstmöglich ihre Freiheit zurückgewinnen. Aber nach und nach erkennen die beiden, dass alles Glück dieser Welt bereits an ihrer Seite ist. Doch wenn eine Dschinny und ein Mensch sich verlieben, erwartet sie beide der Tod. Also müssen die beiden, um ihr Glück UND die Freiheit zu gewinnen, alle Regeln brechen.

Heute fangen wir mal am Anfang an und zwar beim Cover!
Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber dieses Buch gehört in meinem Bücherregal eindeutig zu den Büchern mit den hübschesten Cover und es passt super zum Thema des Buches. Ärgerlich finde ich nur, dass nicht der Originaltitel "The Forbidden Wish" verwendet wurde, der meiner Meinung nach viel besser zu diesem Buch gepasst hätte. Trotzdem ist das Cover natürlich ein absoluter Traum!

Was den Inhalt angeht, weiß ich jedoch nicht was da passiert ist, ob ich nun plötzlich eine über aufmerksame Phase hatte oder ob jemand beim Korrekturlesen ein bisschen geträumt hat, denn ich bin über den ein oder anderen ..."Flüchtigkeitsfehler" gestolpert. Und das ist mir bisher noch in keinem Buch so stark aufgefallen und hat ein klein wenig den Lesefluss behindert. Aber das ist nun wirklich nur meckern auf sehr hohen Niveau, denn der Schreibstil in diesem Buch war großartig. Er hat dem Setting geholfen, das Gefühl zu erzeugen, man befinde sich in einer Art Märchen. Dennoch muss ich gestehen, dass ich trotz des tollen Schreibstils ziemlich schlecht ins Buch rein gekommen bin. Ein paar Seiten weniger, wären für dieses Buch meiner Meinung nach besser gewesen, da man ihm seine Länge leider doch ein wenig anmerkte. Was auch der Grund war, weshalb ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht habe, um dieses Buch zu lesen, denn natürlich ist in dem Buch so einiges geschehen aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass einfach nichts passierte. Während des Lesen habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass doch endlich mal etwas spannendes geschieht aber es kam und kam einfach so rein gar nichts! Erst bei den letztens 200 Seiten kam dann endlich Spannung auf, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.


Und auch was die Charaktere angeht bin ich etwas zwiegespalten, denn einerseits mochte ich Zahra aber andererseits war sie ein sehr anstrengender und komplizierter Charakter, deren Einstellung zu Menschen mir einfach nicht gefallen hat.
Das ewige hin und her von wegen "Ach er ist ja so toll" und "Aber ich darf ihn nicht lieben, weil er ein Mensch ist!" von Zahra ging mir streckenweise doch sehr auf den Keks. Und Aladdin war mir zu verweichlicht, er hat sich viel zu leicht überreden lassen und hat mir einfach zu schnell nachgegeben.


Zuletzt gehe ich noch schnell auf den Inhalt der ganzen Sache ein.
Zahra ist eine Dschinny. Eine mächtige Dschinny welche bereits viel zu lange in ihrer Lampe gefangen war und das auch nicht ohne Grund. Als dann, eines Tages der junge Dieb Aladdin auf die geheimnisvolle Lampe stößt und Zahra befreit, gewährt sie ihm drei Wünsche. Ob er diese klug zu verwenden weiß und was auf ihrer gemeinsame Reise alles geschieht könnt ihr gern selbst lesen.

Ein Buch mit einem tollen Schreibstil und Cover, dass sich jedoch etwas gezogen hat, einen auf den letzten Seiten jedoch absolut gefangen nimmt.